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Lamprologus ocellatus Gold / Schneckenbuntbarsch


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Herkunft und Haltung

Der Schneckenbuntbarsch kommt im ganzen Tanganjikasee vor, wo er sandige Zonen bewohnt. Seinen Namen trägt er deshalb, weil er an Schneckenhäuser gebunden ist! Jeder Fisch, oder auch Pärchen, bewohnt ein Häuschen, wo sie auch ihre Eier ablegen und die Jungen aufziehen.

Es ist unbedingt erforderlich, dass ein Becken mit Sand und vielen Schneckenhäusern ausgestattet ist. Ansonsten benötigt er eigentlich nichts. Man kann natürlich noch mit Steinen und Pflanzen weitere Revierabgrenzungen einrichten.

Die Reviere dieser Buntbarsche sind sehr klein und beschränken sich nur auf die unmittelbare Umgebung ihrer Wohnung.

Die Haltung dieser kleinen Gesellen ist sehr leicht und man kann sie bereits in einem Becken ab 60l halten. Da sie sehr gesellig sind, sollte man mind. 6-10 Tiere zusammen halten

Verhalten und Vergesellschaftung

Also erstes möchte ich hier meine Meinung sagen:
Es macht unheimlich viel Spass, den kleinen Fischen zuzuschauen. Sie sind immer mit irgendwas beschäftigt und dauernd am bauen. So klein dieser Fisch auch sein mag, so hochinteressant ist sein Verhalten und es wird einem nie langweilig, wenn man ins Becken schaut. Es kommt sogar vor, dass das Becken jeden Tag von ihnen "umdekoriert" wird und man jeden Tag ein "neues" Becken hat.

Nicht jedes Schneckenhaus wird angenommen. Deshalb sollte man genügend solcher Wohnungen dem Schneckenbuntbarsch zur Verfügung stellen. Hat er aber eins, oder auch mehrere gefunden, werden die in die richtige Position gebracht. Manchmal graben sie die Häuser komplet ein, andere werden soweit vergraben, dass nur die Öffnung rausschaut und wieder andere liegen oben auf. Da sie viel umbauen, empfiehlt es sich, keine echten Pflanzen ins Becken zu tun...irgendwann werden die ausgebuddelt oder eingebuddelt.
Ich habe Kunststoffpflanzen mit einem schweren Fuss, bei ihnen drin. Die wandern mit und schwimmen nicht auf

Obwohl die Schneckenbuntbarsche klein sind, können sie dennoch sehr energisch ihr Revier und ihr Häuschen verteidigen.
Man sollte auf jeden Fall drauf achten, dass Beifische die oberen Bereiche des Becken bewohnen und vorallem nicht aggressiv sind

Grösse und Geschlechtunterschied

Männchen: ca. 5cm
Weibchen: etwas kleiner

Zucht

Die Zucht gestalltet sich ganz automatisch, sobald sich ein Pärchen gefunden hat.
Das Weibchen legt die Eier in ein Schneckenhaus und nach ein paar Tagen schlüpfen die Kleinen bereits. Nach 9-10 Tagen kommen die Babys aus den Häuschen, bleiben aber noch in deren unmittelbaren Nähe, um bei Gefahr schnell wieder darin zu verschwinden.
Sobald die Kleinen raus kommen, können sie sofort gefüttert werden.
Nimmt man die Kleinen raus (mitsamt dem Häuschen), und setzt sie in ein Aufzuchtbecken ohne andere Fische, so schwimmen die Kleinen bald im ganzen Becken rum. Sie merken schnell, dass keine Gefahr droht.

Nahrung

Der Schneckenbuntbarsch ist ein Allesfresser mit Schwerpunkt auf tierischer Nahrung.
Um ihn optimal zu ernähren sollte Frostfutter und Lebendfutter immer auf seinem Speiseplan stehen. Aber auch Granulat oder Flocken werden gerne genommen.

Ich füttere:
Frostfutter: Artemien, Wasserflöhe
Lebendfutter: je nach Angebot
Fertigfutter: Granulat

Babys:
Zerriebene Flocken
Staubfutter
Artemiennaupilen