Nahrung
Der Piranha ist ein Fleischfresser und sollte auch mit
frischem Fisch oder Meeresfrüchten gefüttert werden, die je nach Grösse
des Fisches zerkleinert werden sollten.
Es ist von Vorteil, wenn man ganz junge Piranhas auch an Granulat oder Tabletten
gewöhnt, da es vorallem in der ersten Wachstumphase besser vitaminisiert ist,
als das Frostfutter.
Ganze Fische sind das beste Futter, das man den Piranhas geben kann!
Die Babys (1-2cm) bekommen 4x am Tag:
Mysis
Artemien
Muschelfleisch
Fischfilet (klein geschnitten)
Krill
ganz kleine Fische
Granulat
Bereits ab einer Grösse von 2-3cm bekommen sie auch
Stinte und Sardellen, die von der Schwanzflosse her gefressen werden.
Das Foto zeigt die Überreste einer Sardelle. Noch können sie nicht alles
fressen und es bleibt was übrig.

Meine grossen Piranhas bekommen jeden 3ten Tag, bis 1x
in der Woche ganze Fische oder Schalentiere zu fressen.
Wenn man seine Piranhas kennt, kann man an ihrem Verhalten erkennen und genau sagen,
wann sie hunger haben.
Die Futterfische kann man, wie auf dem Foto abgebildet ist, an einem Draht ins
Becken hängen oder sie einfach ins Becken tun und treiben lassen... bei dieser
Methode sollte man das Futter allerdings Stückchenweise reinwerfen, um auch
sicher zu stellen, dass sofort alles gefressen wird und keine Reste im Becken liegen
bleiben und gammeln und das Wasser unnötig belasten. Liegenbebliebenes Futter
kann das Wasser schnell zum kippen bringen und wenn es vom Filter angesaogen wird,
den verstopfen...was verherende Folgen haben kann.
Deshalb empfehle ich IMMER, die Methode mit dem Draht!
Futterbeispiele:
Süss- und Seewasserfische, wenn möglich ganz. dh: mit Innereinen und
Kopf
Meeresfrüchte
Schalentiere
Futterbeispiele die man nicht all zu oft geben soll, oder
ganz darauf verzichten kann:
Rinderherz
Fleisch von Warmblütern (ganz verzichten)
Herz von Geflügel
Sardinen, leider zu Tranhaltig. Verschmutzt extrem das Wasser. Kann aber in kleinen
Stückchen verabreicht werden.
Aal, ebenfalls sehr fettig. Kann aber auch in kleinen Stückchen gefüttert
werden
Abschliessend möchte ich noch sagen, dass das verfüttern
von lebenden Warmblütern (Mäuse, Kücken usw.) meiner Meinung nach
nichts anderes als unnötige Tierquälerei ist.
Natürlich kommt es in der Natur vor, dass ein abgestürzter Jungvogel
attackiert wird, aber dies geschieht aus reiner Arterhaltung...aber in einem Heimaquarium
ist es wohl eher eine Belustigung des menschlichen Zuschauers.
Ebenso sollten Beifische so klein sein, dass sie mit einem
Bissen weg sind. Denn auch Beifische werden vom Schwanz her gefressen, und bis
ein grosses Tier dann endlich tod ist, kann es dauern.
Thiaminase
Thiaminase ist ein Enzym, dass das Thiamin, auch bekannt
als Vitamin B, im Körper zerstört oder inaktiviert.
Viele Fische, zb. Goldfische oder Stinte, enthalten dieses
Enzym. Deshalb sollte man sehr abwechslungsreich füttern, um einen Mangel
an Vitamin B zu vermeiden!
Fressverhalten
Piranhas haben ein ausgesprochen gutes Hör- und Riechorgan
und können kranke, tote oder auffällig schwimmende Fische schon aus weiten
Entfernungen ausmachen. Sie jagen selten gesunde Fische und wenn dann nur, wenn
sie wirklich hungrig sind. Sie rotten sich dann zusammen und gehen gemeinsam auf
die Jagd. Dabei sind sie sehr ausdauernde Schwimmer und beruhigen sich erst wieder,
wenn das Tier zur Strecke gebracht, und gefressen wurde.
Bei der "Jagd" nach kranken oder toten Fischen,
schwimmen zuerst die schwächsten (rangniedrigsten) Tiere eines Schwarms auf
das "Futter" zu und machen einen Probebiss. Man könnte sagen, wenn
alles io. ist, kommen die anderen nach und stürzen sich auf das Futter.
Dieser Probebiss wird meist in den Schwanz gemacht.
Dieses Verhalten zeigen auch schon junge Piranhas.