Bei Maulbrütern nehmen die Weibchen nach der Eiablage
und der Befruchtung, ihre Eier in den Mund und behalten sie für die nächsten
ca. 21 Tagen dort. Danach entlassen sie die Kleinen und je nach Art kümmern
sie sich weiterhin um sie, indem sie sie bei Gefahr wieder in den sicheren Mund
nehmen. Andere Arten überlassen die Kleinen, nach dem Auspucken, ihrem Schicksal.
In einem Gesellschafts- oder Artenbecken besteht die Gefahr, dass nun die Babys
von den anderen Fischen als potenzielles Futter angesehen werden und dementsprechend
"reduziert" werden. Allerdings überleben immer ein paar Wenige,
die geschickt genug waren, sich zu verstecken vor den Grossen.
Wenn man nun so viele Jungfische wie möglich aufziehen will, nimmt man das
Weibchen nach 2 Wochen aus dem Becken raus und setzt sie in ein Aufzuchtbecken,
wo sie alleine ist. Nachdem das Weibchen die Jungen entlassen hat, kann man sie
wieder zurück ins grosse Becken tun oder sie auch bei den Kleinen lassen.
Es gibt allerdings auch Weibchen, die ihre Jungen nicht aus
dem Maul entlassen wollen. Dort muss man etwas nachhelfen und die Jungen aus dem
Maul holen. Dies erfordert viel Fingerspitzengefühl und auch etwas Übung,
damit man dem Fisch nicht schadet!
Man muss in den ersten Tagen darauf achten, dass die Babys
gut fressen.
Dies erreicht man am ehesten, in dem man sie mind. 4-5x am Tag mit Cyclops oder
Lobstereier füttert...und dies in ausreichenden Mengen.
Da die Kleinen so fast im Futter schwimmen, sollte man unbedingt jeden 2ten oder
3ten Tag einen Teilwasserwechsel durchführen, um zu vermeiden dass durch die
Futterreste, die Wasserqualität zu schlecht wird. Auch ist ein leistungsfähiger
Filter von Vorteil, der aber so gesichert sein sollte, dass er die Larven nicht
einsaugt oder wegspült. Denn wenn eine zu grosse Strömung herrscht, schwimmen
sich die Jungen regelrecht zu Tode
Die beste und einfachste Methode, um Babyfische sicher
über die ersten Wochen zu bringen, finden sie HIER